Eine Halbinsel für uns alleine!

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Nueva Palmira – Dolores

Da unsere geplante Gesamtstrecke durch Uruguay (zumindest im Vergleich zu Argentinien und Chile) nicht sonderlich lang war und wir trotzdem ein Weilchen in dem Land verbringen wollten ließen wir es weiterhin ruhig angehen. So hatten wir entschieden als nächstes das Städtchen Dolores zu besuchen. Entsprechend hatten wir von Nueva Palmira aus an diesem Tag nur eine Strecke von knapp 50 Kilometern zu radeln.

Für uns ging es weiterhin großteils über die asphaltierte Ruta 21, welche – je weiter wir uns Richtung Norden bewegten – immer weniger befahren war.

Camping Municipal Dolores

Angekommen in Dolores steuerten wir direkt unseren für die Nacht ausgeguckten Campingplatz an. Das Camping der Gemeinde hatten wir bereits vorher auf unserer Karte entdeckt. Da es auf einer recht großen Halbinsel ganz am Ende der Stadt lag, waren wir schon gespannt darauf was uns dort erwartete. Wir wurden nicht enttäuscht: Tatsächlich bestand die komplette Halbinsel, welche im Fluss San Salvador gelegen ist, aus einem einzigen gigantischen öffentlichen Campingplatz (sprich: Es kostet nichts hier zu campen!). Insgesamt war das Inselchen wesentlich größer als wir erwartet hatten.

Wie überall in Uruguay durften natürlich auch an diesem öffentlichen Ort die obligatorischen Grills und Tische nicht fehlen. Beides war zu dutzenden vorhanden. Zudem gab es mehrere Grillhäuschen mit Stromanschlüssen und Licht, als auch Wasseranschlüsse, Umkleidekabinen sowie Klos und Duschen. Letztere waren während der Off-Season leider abgeschlossen.

Die Dimension des Campingplatzes und die Anzahl der vorhandenen Tische, Grills & co. ließ erahnen, dass hier an wärmeren Tagen, im Sommer, in den Ferien oder an Wochenenden wohl recht viel los sein dürfte. An diesem Tag war es jedoch überaus ruhig. Schließlich war es nicht nur unter der Woche, sondern zudem auch Winter und ein eher grauer Tag.

Lediglich einige Jogger und Radfahrer drehten ihre Runden auf den Wegen der Halbinsel. An einem Ende waren zudem ein paar Fischer zugange. Am Abend fuhren noch einige Locals in ihren Autos auf der Halbinsel einmal im Kreis (scheinbar fährt man hier gerne noch einmal nach dem Abendessen hin, allerdings ohne dort viel Zeit zu verbringen oder auch nur aus dem Auto auszusteigen). Als gegen 23 Uhr auch das letzte Auto verschwunden war hatten wir den Platz dann komplett für uns alleine.

Unser Zelt hatten wir unter dem Dach einer der vorhandenen Hütten aufgestellt. Am nächsten Morgen waren wir darüber sehr froh, da es mitten in der Nacht zwischenzeitlich aus Eimern gegossen hatte und wir am nächsten Tag ein trockenes Zuhause einpacken konnten.

Dolores – Mercedes

Auch am nächsten Tag ging es wieder auf der Ruta 21 weiter. Wir starteten gemütlich in den Tag, da unser Ziel, das Städtchen Mercedes, lediglich 38 Kilometer entfernt lag. Also ein weiterer entspannter und kurzer Ritt.

Die Landschaft war weiterhin sehr hügelig. Zu sehen gab es – außer grauem Himmel, Wiesen, Feldern, einer Baustelle, einem Ghostbike und Kühen – jedoch an diesem Tag nicht sehr viel.

Zwei Nächte in Mercedes

In Mercedes erwarteten uns Irina und ihre Familie, welche wir zuvor bei Couchsurfing für zwei Nächte angefragt hatten. Wie immer verging unser Off-day wie im Flug mit viel Essen, Wäsche waschen und einem Spaziergang durch den Ort.

Außerdem verbrachte Olli noch eine ganze Menge Zeit mit der Suche nach einem Loch in der Luftmatratze unserer Gastgeberin.

Auch wenn wir die Matratze nicht für die Nacht brauchten da wir unsere Isomatten im Gepäck haben, wollten wir Irina bei der Lösung des Problems gerne helfen. Die Luftmatratze mit Loch ist nämlich ansonsten die Schlafgelegenheit für ihre Couchsurfing Gäste. Ohne intakte Luftmatratze konnte sie daher nur Reisende hosten, die eine eigene Matratze dabei haben – was sie sehr schade fand, da sie sehr gerne Gäste empfängt. Nach langem Suchen mit Seifenwasser entdeckte Olli endlich das sehr kleine Loch und flickte dieses.

„Meine Familie isst nur Fleisch, Pizza und ein paar Kartoffelprodukte“

Dass wir gerne und viel Essen freute Irina besonders, da sie gerne vielfältig kocht und isst, ihr Mann sowie ihre Tochter jedoch eine sehr einseitige Ernährung an den Tag legen (heißt konkret: Außer Fleisch, Pommes, Pizza und Kartoffelbrei wird von den beiden keine andere Nahrung akzeptiert). So freut sich Irina immer, wenn sie mal wieder jemanden via Couchsurfing empfangen kann und für sich und ihre Gäste etwas anderes zubereiten “darf”. Wir freuten uns darüber mindestens genauso sehr, da es leckeren Eintopf sowie Gemüse-Tarte gab.

Asado-Abend ist Whiskey-Abend

Am zweiten Abend war für Irinas Mann und seine Freunde dann Grillabend angesagt. Da dies in Uruguay (und auch Argentinien) in der Regel haufenweise Fleisch plus Weißbrot bedeutet, hatte ich mir natürlich – wie immer zu solchen Anlässen – schon vorher meine eigene fleischfreie Ladung Futter reingeschaufelt. Für Olli heißt Grillabend hingegen eher: „Yeah, zweimal Abendbrot!“ Dazu gab es noch eine ganze Menge Whiskey für uns alle.

Nebenbei wurden wir von den anwesenden Freunden der Familie über unsere Reise ausgequetscht. Zu unserem Amüsement sagte ein anwesender leidenschaftlicher Radfahrer, dass wir völlig bekloppt seien, während ein anderer Freund der Familie zwar niemals Rad fährt, unser „Projekt“ dafür jedoch umso spannender fand, tausend Fragen hatte und am liebsten direkt sofort eine Runde auf einem beladenden Rad drehen wollte. Da der Whiskey-Pegel derweil recht weit angestiegen war, blieben die Räder jedoch letztlich im Grillhaus und wurden lediglich neugierig beäugt, testweise ein Stück durch den Raum geschoben und kurz angehoben.

An diesem Abend fielen wir mal wieder viel später und angeschwipster als geplant auf unsere Isomatten.

 

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