Bilanz: 84 Tage Argentinien

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Nach 84 Tagen in Argentinien ist es an der Zeit für unsere zweite Gesamtbilanz. Daher haben wir wieder Moneten, Übernachtungen, Kilometer & co. gezählt.

Moneten: Was hat sich verändert?

Im Vergleich zu unserer Monatsstatistik ist vor allem auffällig, dass die Anzahl der bezahlten Nächte in unserer heutigen Gesamtbilanz wesentlich höher ist. Dies liegt daran, dass wir unsere letzten drei Wochen in Argentinien am Stück in Buenos Aires verbracht und dort eine kleine Wohnung (18,52€ die Nacht) via Airbnb gemietet haben. Aus diesem Grund sind am Ende unseres Argentinien Aufenthalts auch die Kosten für Übernachtungen bzw. Tageskosten im Durchschnitt wesentlich höher als sie nach einem Monat waren.

Hätten wir auf den langen Aufenthalt in der Metropole verzichtet, wären wir wesentlich günstiger weggekommen. Dies gilt übrigens nicht nur für die Übernachtungskosten. Generell ist die Hauptstadt etwas teurer als andere Ecken des Landes. Zudem gibt man dort wo es mehr Verlockungen gibt natürlich auch mehr aus.

Sprich: Wir haben zum Beispiel wesentlich dekadenter gekocht als wir es auf dem Campingkocher tun, Lebensmittel gekauft, die schon lange nicht mehr auf unserem Teller gelandet sind (da sie im ländlichen Raum nicht verfügbar waren), haben uns ein paar Restaurant Besuche (Mittagstisch z.B 180-400 Pesos) gegönnt und natürlich auch einige Kröten für öffentliche Verkehrsmittel ausgegeben. Denn: Auch wenn man in Buenos Aires theoretisch natürlich Fahrrad fahren kann war uns dies aufgrund des enormen Verkehrsaufkommens in der Stadt, rücksichtslosen gestressten Auto- und Busfahrern sowie wenigen schlecht ausgebauten Radwegen einfach zu stressig.

So ist unser Durchschnittstagesbudget mit 19,15€ pro Tag (für zwei Personen) nach 84 Tagen auch ein ganzes Stück höher als nach einem Monat (zu diesem Zeitpunkt waren es im Schnitt 14,09 € für uns beide pro Tag). Trotz der drei Wochen Pause in Buenos Aires konnten wir unser selbstgewähltes Budget-Ziel von 10€ pro Person und pro Tag damit aber einhalten. Am Schluss haben wir im Schnitt sogar noch ein paar Cent am Tag weniger ausgegeben als in Chile (dort waren es im Schnitt 19,93€ pro Tag für uns beide).

Ausgaben außer der Reihe hatten wir in unserer Zeit in Argentinien für ein paar Medikamente (da wir beide während unseres Aufenthalts in der Hauptstadt am kränkeln waren) sowie für Equipment. Neben Flicken und neuen Schläuchen haben wir uns nämlich auch zwei neue Kassetten gegönnt, damit wir in ein paar Monaten besser über die Anden kommen.

Zum Glück wurden uns diese von Ollis Freund Manuel  mitgebracht. In Argentinien sind selbige nämlich verdammt teuer. So fahren wir nun anstatt mit 11-32 (CS HG500-10) mit 11-36 (CS HG50-10) Zähnen durch die Gegend. Die alten Kassetten haben wir an einen Argentinier verkauft. Dadurch beläuft sich unsere Investition auf lediglich 15€ für zwei neue Kassetten.

Wo haben wir geschlafen?

Von unseren 83 Nächten in Argentinien haben wir insgesamt 38 bei Privatpersonen (großteils via Couchsurfing und Warmshowers, teils durch spontane Einladungen) übernachtet. Nur 16 Mal haben wir im Zelt geschlafen. Ein paar Mal (vor allem auf der Ruta 23 durch das Innland) konnten wir in kleinen Dörfern in Sporthallen nächtigen. Diese fallen in die Kategorie „öffentlich“. Von 26 bezahlten Nächten haben wir 21 in Buenos Aires (AirBnB, 18,52€ die Nacht) , 4 in San Martin de los Andes (Hotel, 17,50€ die Nacht), sowie eine Nacht auf einem Campingplatz in Villa la Angostura (6,25€ die Nacht) verbracht. Ohne diese Stopps wären wir komplett ohne Übernachtungskosten durch Argentinien gekommen. Aber: Wir sind nicht unterwegs um möglichst schnell voran zu kommen und finden, dass zwischendurch mal ein bisschen Privatsphäre eine feine Sache ist.

Bike Nerd Shit

Apropos keine Rekorde aufstellen: Während unserer Zeit in Argentinien saßen wir lediglich 35 Tage im Sattel, also lediglich einen Tag mehr als in Chile. Während sich die Gesamt-Fahrtzeit nur um wenige Stunden unterscheidet, haben wir in Argentinien fast 600 Kilometer mehr zurückgelegt. Bestimmt sind wir inzwischen etwas fitter als bei Start unserer Reise, aber ehrlich gesagt schieben wir das schnellere Vorankommen vor allem darauf, dass wir in Argentinien nur halb so viele Höhenmeter erklimmen mussten. Auch die maximalen Steigungen waren wesentlich geringer. So waren wir in Argentinien im Schnitt auch über 4km/h schneller unterwegs als in Chile.Leider hat sich der positive Trend des ersten Monats in Argentinien was platte Reifen angeht nicht weiter fortgesetzt. Insgesamt haben wir in Argentinien nun 27 Löcher zu geflickt. Nach über 42 Löchern insgesamt waren wir langsam am verzweifeln und haben uns an Schwalbe gewandt. Dank des zauberhaften Kundenservice warten nun in Foz do Iguaçu (Süd Brasilien) neben vier neuen Marathon Mondial Mänteln auch noch sechs neue Schläuche auf uns. Bis dahin hoffen wir das unsere DIY-Pannenschutzeinlagen  die ich in Neccochea angefertigt habe halten.

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