Diesen Hund kennen wir doch irgendwoher

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Auf in den Nationalpark Esteros del Iberá – der zweite Anlauf

Nachdem wir aufgrund meines kaputten Mantels am Tag zuvor ein zweites Mal in dem Städtchen Mercedes gelandet waren, machten wir uns erneut auf den Weg Richtung Nationalpark. Dieses Mal ging es direkt auf die Ruta Provincial 40.

Nach Mercedes erwartete uns zunächst Asphalt. Verkehr herrschte auch auf dieser Strecke mal wieder kaum. Aufgrund von recht starkem Gegenwind und brüllend heißer Sonne legten wir unsere erste Pause an diesem Tag sehr früh ein und setzten uns, diverse Meter von der Straße entfernt, auf einen kleinen Erdweg.

Guck mal, der LKW hat keinen Fahrer

Kurz darauf waren wir wahnsinnig froh darüber, dass wir an diesem Tag schon früh hungrig waren. Während ich unsere Brote schmierte sahen wir einen LKW in der Ferne große Schlangenlinien über die komplette breite der Straße fahren und das nicht gerade langsam. „Was zur Hölle macht der da? Ist der besoffen?“ fragten wir uns. Als der LKW in atemberaubendem Tempo (sicherlich mit mindestens 80km/h) an uns vorbei rauschte sahen wir den Grund für das fragwürdige Fahrverhalten. Oder vielmehr: Wir sahen ihn nicht. Am Steuer als auch in der Fahrerkabine war nämlich niemand zu entdecken. „Wahrscheinlich sucht er gerade etwas hinter seiner Kabine“ spekulierten wir – und waren wahnsinnig froh darüber, dass wir uns gerade fernab der Straße befanden. Der hintere Anhänger (ja, der gute Mann hatte zu allem Überfluss zwei voll beladene Anhänger an seinem Gefährt) des LKWs schien bei jeder Kurve fast zu kippen. Diese Begegnung mit dem “Geisterfahrer” der etwas anderen Art war auch während unserer restlichen Pause einziges Gesprächsthema.

Die Ruta Provincial 40

Solltet ihr diese Strecke selbst gerade planen zu fahren, dürfte der asphaltierte Abschnitt inzwischen einige Kilometer länger sein. Als wir (Ende Juli 2019) Richtung Carlos Pellegrini gefahren sind waren es ca. 45 Km. An der Straße wird jedoch fleißig gebaut.

Nach diversen Kilometern Baustelle, inklusive vielen freundlich winkenden Bauarbeitern, ging es über einen Erdweg weiter. Dieser war anfangs noch recht gut (schön fest, zumindest, wenn es seit einigen Tagen nicht geregnet hat), wurde in Richtung Carlos Pellegrini jedoch immer schlechter (sehr loser Untergrund mit vielen, teils auch größeren, Steinen sowie Querrillen).

Camping im ausgetrockneten Flussbett

Da wir die rund 130 Kilometer bis Carlos Pellegrini an zwei Tagen fahren wollten, beschlossen wir nach gut der Hälfte der Strecke unser Zelt aufzuschlagen. Campingmöglichkeiten sind in dieser Ecke rar (Zäune, zu hohe Gräser usw.), weshalb wir uns dafür entschieden unser Zelt in einem komplett ausgetrocknetem Flussbett aufzuschlagen.

Flussbetten sind natürlich nur mit großer Vorsicht als Platz für die Nacht zu genießen, aber da es seit Tagen nicht geregnet hatte und die Wettervorhersage für die gesamte Region strahlende Sonne verhieß, schien uns das Risiko sehr gering.

Nach einem üppigem Mahl machten wir noch ein kleines Lagerfeuer und genossen später eine ruhige Nacht im weiterhin trockenen Flussbett.

Tag 2 auf der RP 40

An Tag 2 erwartete uns noch knapp die Hälfte der Strecke bis Pellegrini. Leider waren die letzten 50 Kilometer sehr steinig. Auch der Wind blies uns weiterhin volle Pulle ins Gesicht, während die Sonne vom Himmel ballerte. Unsere „atemberaubende“ Geschwindigkeit lag daher nur noch bei 10km /h.

Vorher war die Straße – zum Glück – noch in ziemlich gutem Zustand:

Etwa 10 Kilometer vor Carlos Pellegrini ging uns zu allem Überfluss das Wasser aus. Mein Kreislauf bedankte sich direkt und war dabei sich langsam aber sicher zu verabschieden. Während wir Kekse am Straßenrand mümmelten, versuchten wir daher eins der wenigen vorbeifahrenden Autos anzuhalten um nach Wasser zu fragen. 10 Kilometer waren zwar nicht viel, aber bei unserem Tempo zu diesem Zeitpunkt immer noch mindestens eine Stunde.

Wir hatten, mal wieder, wahnsinniges Glück. Das erste Auto, eine Familie, stoppte direkt und drückte uns einen Liter köstliches und sogar kühles Wasser in die Hand. Doch damit nicht genug: Der Fahrer stieg aus und sagte, wir sollen unsere Räder hinten auf seinen Truck laden. Es sei zu windig, zu heiß und die Straße zu schlecht. Er fahre ohnehin bis kurz vor den Ort und würde uns liebend gerne mitnehmen.

Wir überlegten kurz, da ich die letzten Kilometer trotz Kreislaufproblemen gerne gefahren wäre. Letztlich brauchte der Fahrer nicht sehr viel Überzeugungskraft. Kurz darauf standen wir gemeinsam mit unseren Rädern sowie einer Waschmaschine, welche die Familie gerade transportierte, auf der Ladefläche des Pickups. Sagen wir mal so: Es war sehr kuschelig eng, aber mal wieder ein typisch lateinamerikanischer Beweis für „Wenn du willst passt alles“.

Vor der Brücke, welche in den Ort Carlos Pellegrini hinein führt, hievten wir unsere Räder wieder von der Ladefläche.

Im Anschluss zückten wir unsere Karte, um darauf den Weg zum Campingplatz der Gemeinde darauf zu suchen. Währenddessen fuhr ein voll besetztes Auto mit winkenden Menschen vorbei. Da dies auf Radreise ständig passiert, dachten wir uns nichts dabei und winkten, wie immer, einfach fröhlich zurück. Der Wagen stoppte einige Meter weiter. Auf der Ladefläche des Pickups entdeckten wir einen großen Hund. „Guck mal, schon wieder ein Richback. So einen haben wir doch vorgestern Abend in Mercedes erst kennengelernt.“ Zwar nahmen wir aus dem Augenwinkel noch wahr, dass ein Mensch aus dem Auto ausstieg, widmeten uns jedoch wieder unserer Karte.

Sekunden später drehte das Auto um und hielt dieses Mal direkt neben uns. Die Fenster auf unserer Seite fuhren runter. Vom Rücksitz aus winkte uns fröhlich Nico, bei welchem wir zwei Tage vorher in Mercedes beim Grillen und Bier trinken zu Gast waren.

Er war gerade mit drei Freunden im Wochenendurlaub. „Ich wusste gar nicht, dass ihr als nächstes hier her fahrt, sonst hätten wir euch gleich mitgenommen. Wo wollt ihr denn übernachten?“ fragte Nico. „Auf dem Campingplatz“ erwiderten wir. „Ach quatsch, schlagt euer Zelt doch lieber neben dem Haus auf, welches wir gemietet haben!“ Diese Einladung ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Die vier beschrieben uns kurz den Weg sowie das gemietete Haus und düsten mit einem „bis gleich“ davon.

Carlos Pellegrini

Der winzige Ort begrüßte uns mit Straßen aus tiefem Sand. Asphalt sucht man hier ebenso vergeblich wie einen Geldautomaten oder Telefonempfang. Es wirkte fast so als sei hier die Zeit stehen geblieben.

Auf dem Weg zum Haus fuhren die vier noch einmal an uns vorbei und wir trafen gleichzeitig an der Unterkunft ein. Unsere erste Frage „Gibt es hier einen Supermarkt der gerade geöffnet hat und kaltes Bier verkauft?“ wurde mit einem Griff in eine Kühlbox beantwortet. „Hier, trinkt das!“ Noch bevor unser Biere leer war wurden uns weitere in die Hand gedrückt. Der Vorrat der Vier war üppig und wir wurden geradezu genötigt, selbst nicht einkaufen zu gehen. Neben sehr vielen Bieren folgte an diesem Abend noch ein kleiner Ausflug ins Dorf….und noch mehr Bier.

 

 

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