Interview mit Silvan Bach

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Silvan war der erste europäische Radreisende den wir am Anfang unserer Reise in Chile getroffen haben. Wir haben uns in Curanipe bei Antü kennengelernt und waren seitdem immer mal wieder über Whatsapp miteinander in Kontakt. Letztendlich haben wir uns in Ciudad del Este in Paraguay ein weitere Mal getroffen und haben die gemeinsame Zeit genutzt, um eine kleines Interview mit ihm zu führen.

Stell dich bitte kurz vor.

Mein Name ist Silvan Bach, ich bin 26 Jahre alt, komme aus der Nähe von Baden Baden im Schwarzwald. Vor meiner Reise habe zunächst eine Ausbildung zum Schreiner absolviert, danach habe ich Handwerksdesign studiert und parallel meinen Schreinermeister gemacht.

Seit wann bist du auf dieser Reise?

Meine Reise habe ich am 07.02.2018 begonnen. Ich reise nun also seit ziemlich genau 1 1/2 Jahren mit meinem Rad durch Südamerika. Gestartet bin ich in Bogotá in Kolumbien mit meiner damaligen Freundin. Nach 4 Monaten haben wir uns in Ecuador getrennt.

Mit was für einen Rad/Setup bist du unterwegs?

Ich reise mit einem klassischen Touren Setup, also vier Ortlieb-Satteltaschen, einer Fronttasche und einem Packsack auf dem Gepäckträger.
Mein Fahrrad ist ein 26 Zoll Patria Terra (48cm Stahlrahmen) mit einer 14 Gang Rohloff-Speedhub-Schaltung und hydraulischen Scheibenbremsen von Magura (MT4).

Warum reist du mit dem Fahrrad?

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen zu einer Reise mit dem Fahrrad entschieden. Während einer Wohnmobiltour 2013 mit meinem Vater habe ich im Pamir das erstmal Radreisende getroffen. Mich hat auf Anhieb diese Art zu reisen fasziniert und von da an war für mich klar, dass ich nach Beendigung meines Studiums irgendwann eine längere Radreise machen möchte. Sechs Jahre später bin ich dann selber zu meiner jetzigen Reise aufgebrochen.

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel limitiert mich auf der einen Seite sehr stark; zum einen was die Reisegeschwindigkeit angeht, aber auch was ich an Distanzen pro Tag zurücklegen kann. Auf der anderen Seite gibt es mir aber auch die totale Freiheit. Ich kann stets selbst entscheiden wann und wo ich hinfahre. Ich bin frei von Busfahrplänen und dergleichen.
Gerade die reduzierte Geschwindigkeit finde ich besonders reizvoll. Ich kann dadurch jede Kleinigkeit auf der Strecke bewusster wahrnehmen als ich es z.B. durch das Fenster eines Wohnmobiles tun würde. Auch genieße ich es schnell in den direkten Kontakt mit den Einheimischen zu kommen und natürlich spielt der finanzielle Aspekte auch eine große Rolle: Radreisen ist auf lange Zeit einfach eine sehr günstige Variante sich fortzubewegen.

Wie lange planst du noch zu reisen?

Silvan fängt herzlich an zu lachen – Gute Frage, nächste Frage! Vielleicht fahre ich nächstes Jahr nach Hause, vielleicht auch nicht.

Welche Länder hast du auf dieser Reise bereits bereist?

Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Uruguay und Brasilien.

Die von Silvan bisher zurückgelegt Route seht ihr auf dem Foto unten. Die roten Stecknadeln zeigen seine bereits zurückgelegte Strecke, die blauen markierten Ort sind die, die er gerne noch besuchen möchte.

Was war die schönste, beeindruckenste, abgefahrenste Route auf deinem Trip?

Ahh, das kann ich eigentlich nicht wirklich beantworten. – Silvan überlegt wirklich sehr lang

Eine gibt es nicht, aber ich fand die Anden in Peru ziemlich beeindruckend. Da bin ich einen Teil der “Great Divide” gefahren. Eigentlich habe ich in jeder Region etwas gefunden was für im nachhinein sehr beeindruckend, einzigartig und schön war.

Was ist dein sinnlosestes Ausrüstungsteil?

Das sinnloseste sind wohl die vier Jonglierbälle und drei Jonglierkeulen die ich dabei habe.

Was ist dein wichtigstes Ausrüstungsteil?

Silvan antwortet zunächst mit mehreren Gegenfragen – Mein Fahrrad zählt nicht, oder? Das wichtigste oder das nützlichste? So klassische Sachen wie Zelt und Kocher wollt ihr jetzt wahrscheinlich eher nicht hören, oder? Eher interessiert ihr euch für so kleinere Details?

Wenn ich mich dann für eine Sache entscheiden soll, nehme ich meine Sitzschaum-Matte.

Welches ist dein liebestes Ausrüstungteil?

Haptisch mag ich mein Opinel-Messer und den Brooks-Sattel sehr gerne. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke ist es wohl meine Kamera. Fotografieren ist für mich ein sehr wichtiger Bestandteil der Reise, eins meiner Hobbys, halt eine große Leidenschaft.

Vielen Dank für das Interview und das bereitstellen der Fotos. Vielleicht sehen wir uns ja in Zentralamerika noch ein weiteres mal.

Wer Silvan auf seiner Reise begleiten möchte findet ihn bei Instagram unter: venga.vamos


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