Misiones: Ein ständiges auf und ab

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Hola Misiones!

Von Posadas aus ging es für uns weiter durch Misiones, den nordöstlichsten Bundesstaat Argentiniens. Unser Ziel an diesem Tag war der, auf direkter Strecke 52km entfernt gelegene, Ort San Ignacio.

Abgesehen von einem kleinen Abstecher über Gravel fuhren wir die direkte (asphaltierte) Strecke. Auffallend war insbesondere, dass die Region Misiones – im Vergleich zum benachbarten Corrientes und anderen Ecken Argentiniens– extrem hügelig ist. Die Anstiege waren zwar nicht sehr hoch, dafür aber umso steiler und vielzähliger. Mit einem unserer späteren Gastgeber in der Region einigten wir uns daher auf den schönen Satz „Misiones ist in etwa wie die argentinische Wirtschaft – ein ständiges auf und ab.“

San Ignacio

Angekommen in San Ignacio suchten wir uns zunächst einen Platz für die Nacht. Die Wahl fiel auf das zentral im Ort gelegene San Ignacio Hostel & Camping.

Der Campingplatz kostet hier 234 Pesos pro Person. Für 360 Pesos pro Person hätten wir auch ein Bett im Dorm inklusive Frühstück haben können. Da der Campingplatz jedoch komplett leer (und entsprechend ruhig) war und das typisch argentinische Frühstück in der Regel nicht sonderlich reichhaltig ist (Kaffee oder Tee und ein paar Kekse oder ein Stück Brot, meist ohne Belag), entschieden wir uns für die günstigere Camping Option und selbst Frühstück zubereiten.

Das kleine Städtchen ist für seine Jesuiten Ruinen (San Ignacio Mini) bekannt, welche im 17 Jahrhundert zur Missionierung der einheimischen Guaraní errichtet wurden. Wir entschieden uns nach unserer Tagestour in der Hitze jedoch gegen einen Besuch der Ruinen und für einen entspannten Abend mit ein paar Flaschen kaltem Bier.

Während wir unser Bier schlürften, kamen wir mit einem Schweizer Paar ins Gespräch, welche mit ihrem Wohnwagen unterwegs waren und für die Nacht auf dem Parkplatz des Hostels gestoppt hatten. Nebenbei erwähnten die beiden, dass sie wenige Tage zuvor – mitten im Gewitter – einen kanadischen Radfahrer im Parque Nacional Iberá getroffen hatten. Auf unsere Nachfrage erhielten wir die Bestätigung, dass es sich dabei natürlich um unseren Kumpel Charles handelte, welchen wir schon mehrfach auf unserer Reise getroffen hatten. Wir mussten lachen, da Charles bei unserem letzten Kontakt noch gesagt hatte, dass er, solange es noch regnet, nicht nach Iberá fahren würde, da er inzwischen eine „Matschphobie“ habe. Er wollte nicht, dass sein Aufenthalt in Iberá so matschig ende wie der unsere.

Ein kleiner Umweg über Gravel

Am nächsten Morgen radelten wir weiter nach Jardín América, wo wir via Couchsurfing eine Übernachtung angefragt hatten. Die direkte Strecke über die Ruta Nacional 12 beträgt lediglich gut 40 Kilometer. Allerdings ist die Ruta 12 nicht die beste Strecke zum Radfahren, da die Straße stark befahren ist. Bei unserer Routenplanung hatten wir uns hier leider verschätzt, da wir darauf hofften, dass die Straße etwas ruhiger ist als die, ebenfalls in Richtung Norden führende, Ruta Nacional 14.

Später wurde uns gesagt, dass dem nicht so sei. Schade. Entsprechend suchten wir uns für unsere Tagesstrecke nach Jardín América eine alternative Route, welche uns über Erdstraßen führte. Diese war zwar um einiges länger, dafür aber auch wesentlich entspannter zum Radfahren.

Wie auch schon am Tag zuvor ging es weiterhin durchgehend entweder steil bergauf oder steil bergab. Gerade Passagen sucht man hier vergebens. Da es an diesem Tag erneut sehr heiss war und wir oft zum fotografieren stoppten kamen wir nur langsam voran und erreichten Jardin América erst am Nachmittag.

Jardín América

In der Kleinstadt angekommen versuchten wir vergeblich unseren Couchsurfing Host zu erreichen. Da es langsam dunkel wurde schickten wir eine weitere Anfrage und hatten großes Glück, da ein anderer Host, Walter, sich spontan bereit erklärte uns zu empfangen.

Nach einem opulenten Mahl, welches wir schnell für uns alle aus dem Ärmel zauberten, schnackten wir noch die halbe Nacht mit Walter, welcher sich als ein sehr gesprächiger Zeitgenosse mit vielen Interessen herausstellte. Während vieler geteilter Biere wurden uns Münzsammlungen, Fotografien und altdeutsche Bücher unter die Nase gehalten. Aus letzteren sollten wir vorlesen. Diesen Wunsch erfüllten wir Walter natürlich gerne, welcher sich wie ein kleines Kind darüber freute endlich jemanden gefunden zu haben, der die, sich schon lange in seinem Schrank befindlichen, Bücher entziffern konnte.

Als Walter erfuhr, dass wir gerade auf dem Weg nach Iguazú waren, kontaktierte er direkt seine Tante, die dort wohnt und ebenfalls gerne Reisende bei sich zu Hause empfängt. So überraschte er uns an diesem Abend noch mit einem „Wenn ihr wollt habt ihr einen Schlafplatz in Puerto Iguazú. Ich leite dir gleich den Kontakt weiter. Meine Tante freut sich schon sehr darauf euch bald kennenzulernen.“

 

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