Reisepläne und Inflation

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Weiter auf der Ruta 3 nach Bahía Blanca

Am nächsten Tag waren es nur noch 40km über die Ruta 3 bis Bahía Blanca. Hier hatten wir zu vor einen Host bei Warmshowers angefragt. Während wir gemütlich frühstückten checkten wir noch einmal unsere Nachrichten. Leider fanden wir eine Absage in unserem Postfach. In der Nachricht schrieb Sebastián, dass er leider gerade keine Zeit hätte, aber ein guter Freund von ihm sich sehr freuen würde, wenn es uns hosten könnte.

Bevor wir überhaupt antworten konnten hatten wir eine Whatsapp von Juan. Er schrieb, dass er zwar nicht auf Warmshowers aktiv ist, dafür aber viele Menschen bei Couchsurfing bereits gehostet hätte. Des weiteren plane er ab Dezember für ein Jahr noch Deutschland zugehen. Gerade aus diesem Grund würde er uns gerne einladen. Bei soviel Initiative sagten wir natürlich nicht nein. Wir bedankten uns kurz für die freundliche Einladung und teilten Juan mit, dass wir wohl gegen 15 Uhr in Bahía Blanca ankommen würden.

Fc St. Pauli

Nachdem wir unser Frühstück beendet und unsere Sachen verstaut hatten machten wir uns mit leichten Rückenwind auf dem Weg. Die Ruta 3 ist bis zu dem Punkt wo sie mit der Ruta 22 zusammengeführt wird ziemlich entspannt, aber auch eher langweilig und so kamen wir gut voran.

Das einzig lustige passiert direkt bevor die 22 auf die 3 führte. Auf der Straße fanden wir eine riesige FC-Markierung. Wir wussten zwar nicht was diese zu bedeuten hatte. Da wir aus Hamburg kommen, lange Zeit in St. Pauli gelebt haben und es in der Fanszene mal ein sehr ähnliches Design gab, konnte dies natürlich nur eines Bedeuten! 😉 Das fehlende SP in der Markierung konnten wir zum Glück für das Foto durch den Schriftzug auf meiner Cycling-Cap ergänzen.

Danach wurde es auf der Ruta 3 schlagartig voll. Wir waren zum einen sehr froh, dass wir nur noch 15Km bis zum Ziel vor uns hatten. Zum anderen dankten wir in Gedanken noch einmal unseren Gastgeber in San Martin de los Andes, dass er uns überzeugt hatte nicht über Neuquén und die Ruta 22 nach Bahía Blanca zu fahren.

Asado Land

An der nächsten Tankstelle machten wir eine kurze Pause. Wir kauften für 5 Pesos einen Liter heißes Wasser und brühten uns gemütlich einen weiteren Kaffee. Wir beobachten dabei eine kleine Gruppe von Truckern die völlig selbstverständlich keine 100m neben den Zapfsäulen auf dem Boden ein Feuer entzündete, um darauf ihr gemeinsames Mittagsessen zu grillen. Da Grillen (in Argentinien Asado genannt) zum Kulturgut wie Tango oder auch Wein zählen, störte sich selbst der Tankwart nicht an diesem für uns doch eher ungewohnten Bild.

Juan und Nancy

Da Bahía Blanca einen der größten Häfen der Region besitzt, waren die letzten Kilometer hauptsächlich von Massen an LKWs und Industriegebieten geprägt.

Bei Juan angekommen, begrüßten uns er und seine Mutter Nancy sehr herzlich. Die Familie der beiden stammt teilweise aus Deutschland und Juan möchte auf seiner geplanten Reise sich auf die Spuren seiner Vorfahren machen. Er hatte mindestens 1000 Fragen an uns über Europa und über Deutschland im speziellen. Zudem bot er uns an eine weitere Nacht zu bleiben, damit er uns seine Stadt zeigen kann. Dieses Angebot nahmen wir sofort dankend an. Die beiden sind wirklich zauberhafte Menschen. Wir brachten zwei wirklich schöne Tage mit gegenseitigem Bekochen und vielen interessanten Gesprächen.

Nancy möchte, wenn Juan auf reisen ist, auch weiterhin Menschen über Couchsurfing hosten. Aus diesem Grund hat sie jetzt sogar angefangen Englisch zu lernen. Gerade für mich bot sich so eine tolle Gelegenheit mich mit einem lustigen Mix aus Spanisch, Englisch, Google-Translate und Händen und Füßen mal etwas ohne Sarahs Hilfe auszutauschen.

Inflation

Während einem unserer etlichen Gespräche fragte Juan uns etwas schüchtern ob wir rein zufällig noch Euros mit uns führen würden und ob wir diese mit ihm gegen Pesos tauschen möchten. Leider konnten wir ihn diesbezüglich nicht weiterhelfen.

Auf unsere Nachfrage erzählte er uns, dass man als Argentinier für ein einjähriges Work-and-Travel-Visa 1000€ auf einem Konto oder in Bar nachweisen müsste. Eigentlich wollte er seine Reise schon im letzten Jahr beginnen, aber dann verlor der Peso quasi über Nacht soviel an Wert, dass sein Erspartes nicht mehr ausreichte.

Jetzt nimmt er zum einen jeden auch noch so schlecht bezahlten Job an und versucht, wann immer sich die Möglichkeit bietet, mit Reisenden Pesos gegen Euros zu tauschen.

Eine kleine Reparatur

Nachdem wir die beiden bereits verlassen hatten, bemerkte ich keine 500m weiter, dass Sarah einen der Adapter ihrer Ortlieb Backroller Haken verloren hatte. Also drehten wir um und suchten in der Wohnung nach selbigen. Leider war dieser nirgends mehr zu finden. Zum Glück war auch dieses Problem dank eines Stückchen Gartenschlauch was wir von Nancy bekamen schnell behoben. Wir verabschiedeten uns ein weiteres Mal und machten uns mit einer kleinen Verspätung auf den Weg.

 

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