Über und unter Brücken

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Unsere letzten zwei Tage in Uruguay

Die Ruta 3 auf welcher wir radelten wurde, so weiter wir uns gen Norden bewegten, zumindest stellenweise schlechter. Hier und da zierten Teppiche aus Schlaglöchern die gesamte Straße. Dies verwunderte uns kaum, da wir uns nicht nur immer weiter von der Hauptstadt entfernten, sondern uns zeitgleich auch ärmeren und wenig besiedelten Ecken des Landes nährten. Soll heißen: Straßen in dieser Ecke des Landes in Stand zu halten gehört wohl nicht unbedingt zu den Prioritäten von irgendjemandem. Zu unserem Glück gab es dennoch immer wieder perfekt asphaltierte Abschnitte.

Camping an der Brücke

Bis Bella Union blieben uns noch knapp 150 Kilometer, welche wir an zwei Tagen fuhren. An diesem Tag stoppten wir daher nach gut 70 Kilometern an einer Brücke. Da sichtgeschützte Campingspots in der Region rar sind und es schon länger nicht geregnet hatte, entschieden wir uns dafür unser Zelt problemlos unter der Brücke aufbauen. Die Straße war an dieser Stelle nur wenig befahren und so hatten wir hier eine sehr ruhige Nacht.

Solltet ihr hier irgendwann vorbei kommen, empfehlen wir euch übrigens euer Zelt einige Kilometer weiter südlich neben der Brücke am Rio Arapey Grande aufzuschlagen. Hier sind die Aussichten wesentlich schöner als an unserem gewählten Campingspot (siehe oben vs. die folgenden Bilder).

Aber wir wollten an diesem Tag noch ein paar Kilometer fahren und verpassten den schöneren Campingspot deshalb. Abends ging es trotzdem mit Ohrwurm, frei nach dem St. Pauli Fan-Gesang, ins Bett: “Wir sind Zecken, asoziale Zecken, schlafen unter Brücken oder in der Bahnhofsmission…”

Ruta 3 bis Bella Union

Während unserer letzten 75km durch Uruguay strampelten wir sehr kaltem Gegenwind entgegen. Unsere Snackpausen fielen daher an diesem Tag sehr kurz aus – wie so häufig an kalten oder windigen Tagen. Das letzte Drittel der Strecke empfand ich an diesem Tag viel anstrengender als an anderen Tagen. Trotz viel zu viel gestrampel bewegte ich mich gefühlt nur noch im Schneckentempo voran. Scheiss Wind. Nochmal schnell ein paar Bananen rein und weiter.

Irgendwann saßen wir dann endlich auf dem Hauptplatz von Bella Union, welcher uns von Federicos Freund als Ort für unseren Treffpunkt geschickt wurde. Dachten wir zumindest. Später stellte sich heraus, dass er nicht den Platz, sondern die Kirche direkt neben diesem meinte. Da wir dies erst eine Weile später feststellten, machten wir es uns zunächst auf einer Bank bequem.

Da ich mich in meinem ich-bin-völlig-fertig und labert-mich-bloß-nicht-an Zustand befand, kam natürlich direkt ein aufdringlicher besoffener Mensch zu uns und textete uns voll. Wir zogen daher direkt auf eine weiter entfernte Bank um und hofften, er würde uns nicht folgen. Von dort aus schickten wir unserem Gastgeber dann auch eine Whatsapp und stellten fest, dass wir direkt beim neben der Kirche gelegenen Pastorat hätten klingeln können statt zu warten. Perfekt, schnell hin da.

Eine Nacht im Pastorat

Wie sich herausstellte war Federicos Freund Dardo Jesus der Pastor der Gemeinde. An diesem Abend bekamen wir nicht nur ein eigenes Zimmer im Pastorat, sondern durften auch die Küche nutzen. Zu unserer großen Freude gab es dort auch einen Kamin, welchen wir direkt anschmissen, während wir zwei riesige Portionen Abendbrot zubereiteten. Kurz darauf fielen wir glücklich und vollgefressen in unsere Betten.

 

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