Video-Dreh statt Weiterfahrt

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Zurück auf die Ruta Nacional 12

Am nächsten Morgen ging es für uns, aufgrund mangelnder Gravel Alternativen, zurück auf die Ruta Nacional 12. Da wir im nahegelegenen Capioví ebenfalls einen Couchsurfing Host gefunden hatten, standen für uns an diesem Tag gerade mal 25 Kilometer auf dem Programm. Trotz stark befahrener Straße also ein sehr kurzer und entspannter Ritt, welchen wir am Stück und ausnahmsweise auch ohne Stopps zum Fotografieren rollten. Natürlich weiterhin durchgehend im Wechsel steil bergauf und steil bergab.

Eine Nacht in Capioví?

In Capioví wollten wir lediglich eine Nacht bleiben. Allerdings kommt es auf einer Reise manchmal komplett anders als geplant. Als wir am Nachmittag von Nahuel und seinen Band-Kollegen mit reichlich Bier, Wein und Schnaps begrüßt wurden, ahnten wir schon, dass wir am nächsten Tag mitunter zu verkatert zum Radfahren sein würden. Scheinbar hatten wir mit Nahuels Haus auch den Treffpunkt der alternativen Szene des winzigen Kaffs erwischt. Wunderbar.

Neben der Band Araucaria war zudem auch ein weiterer Kumpel von Nahuel mit seiner Freundin und seinem alten Bus zu Gast. Der Bus dient den beiden nicht nur zum Reisen, sondern ebenfalls als Tonstudio sowie mobiles Kino.

Nahuels Kapelle Araucaria hatte kurz vor unserer Ankunft gerade ihr erstes Album fertig aufgenommen. Ein Ereignis, welches die Jungs nun natürlich ausgiebigst feiern wollten.

Vino und Video-Dreh statt Weiterfahrt

Als wir an unserem zweiten Tag in Capioví beiläufig bemerkten, dass wir eine kleine Drohne zum filmen im Gepäck haben, kam direkt eine neue Idee auf „Könnt ihr damit vielleicht ein Video für uns drehen?“ Wir zögerten keine Sekunde den Jungs ihren Wunsch zu erfüllen: „Klar, machen wir gerne, solange ihr das Ganze am Ende selbst editiert, denn dazu kommen wir auf Reise leider nicht“.

Das Video drehten wir nicht direkt, da an diesem Tag nicht alle Bandmitglieder anwesend waren und die Weingläser, trotz früher Stunde, schon wieder gefüllt wurden. Mañana (morgen) ist schließlich immer ein guter Zeitpunkt.

Stuck here again

Aus einer geplanten Nacht in Capioví wurden letzten Endes vier. Unser faul rumhängen wurde dabei lediglich von Kochen, einem Ausflug zu den Wasserfällen des kleinen Ortes (Saltos de Capioví), der Band beim Proben zuschauen, einem Ausflug in eine Bar im benachbarten Ort sowie dem Videodreh unterbrochen.

„Mañana“ wurde allerdings kein Video gedreht, sondern erst an dem darauf folgenden mañana. Hierfür ging es mit Sack und Pack, einschließlich Schlagzeug, auf eine Wiese, auf welcher einige Araukarien (Spanisch „Araucaria“) standen. Die Jungs wollten nämlich gerne den Namensgeber ihrer Band Araucaria mit auf dem Video haben.

Nach einem weiteren unterhaltsamen Abend mit der ganzen Gang schafften wir am darauffolgenden Tag dann tatsächlich den Abflug, auch wenn wir noch ewig hätten bleiben können. Da unsere ungeplante Pause bereits diverse Tage dauerte, war es jedoch an der Zeit sich endlich wieder aufs Rad zu schwingen.

Auf nach Montecarlo!

Auch an diesem Tag ging es zurück auf die Ruta Nacional 12. Diese war weiterhin nicht die schönste Route, dafür jedoch die direkteste in Richtung Norden und Iguazú. Immerhin hatten wir inzwischen fast durchgehend einen Seitenstreifen, was unser Leben wesentlich entspannter machte. Denn auch auf diesem Abschnitt ballerten weiterhin nicht gerade wenige Busse und Trucks gen Norden an uns vorbei.

Die an diesem Tag zurückgelegten 62 Kilometer bis Montecarlo verliefen recht ereignislos. Abgesehen von einem kurzen Snack Stopp sowie einem weiteren Halt, bei welchem wir einem liegen gebliebenem LKW bzw. dem Fahrer kurz mit etwas Werkzeug aushalfen, passierte nichts erwähnenswertes. Auch Radreisen ist nicht immer spannend und manchmal eben einfach nur ein „die nächste Etappe erledigen“.

Warmshowers in Montecarlo

Am Nachmittag rollten wir in Montecarlo ein. Einmal quer durch den langgestreckten Ort bis zu unserer Warmshowers Gastgeberin Marianne, welche mit ihrer Tochter sowie ihrer Mutter zusammenlebt. Nicht anwesend war unser eigentlicher Host, ihr Sohn, der selbst Radfahrer und in der Community aktiv ist. Wie bereits mehrfach auf unserer Reise störte dies die restliche Familie absolut nicht und wir wurden wieder einmal mit offenen Armen und köstlichem Essen empfangen.

Europäische Auswanderer in Misiones

Insbesondere die Oma der Familie freute sich sehr über unseren Besuch und begrüßte uns auf Schweizer Deutsch. In ihrer Kindheit war sie mit ihrer Familie ausgewandert. Mit dieser Geschichte ist sie in Misiones bei Weitem nicht alleine. In der Provinz Misiones leben extrem viele Nachfahren europäischer Immigranten. So hört man in der Provinz immer wieder ältere Menschen verschiedene europäische Sprachen sprechen. Auch Traditionen verschiedener europäischer Länder werden in vielen Dörfern erhalten. So ist es z.B. keine Seltenheit irgendwo das Wort „Kuchen“ zu lesen oder von Dörfern zu hören, die z.B. das Oktoberfest feiern.

Uns ist es in der Region mehrfach passiert, dass wir, während wir uns z.B. an der Supermarkt Kasse unterhalten haben, plötzlich auf Deutsch von KassierInnen oder anderen Supermarkt KundInnen angequatscht wurden.

Ein Abend am Rio Paraná

Gemeinsam mit Marianne machten wir an diesem Abend noch einen Ausflug zum nahe gelegenen Rio Paraná, welcher die Grenze zu Paraguay darstellt. Nach der kleinen Tour mit dem Auto ging es für uns früh ins bequeme Bett.

 

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