Zwangspause

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Eldorado

Am darauffolgenden Tag hatten wir mal wieder nur eine winzige Strecke zu bewältigen. Es ging entspannte 30 Kilometer weiter über die Ruta Nacional 12. Wir hatten derweil genug vom monotonen auf und ab der Straße und waren entsprechend froh unsere kleine Tagesdistanz schnell hinter uns zu bringen.

In Eldorado begrüßte uns Mountainbiker und Triathlet Oscar, bei dem wir zwei Nächte verbrachten. Auch mit Oscar ging es an diesem Tag zum Rio Paraná, nur eben etwas weiter nördlich. Scheinbar ein beliebter Ausflugsort in den kleinen Ortschaften der Region. Während Oscar einige Jogging-Trainingsrunden absolvierte schlürften wir gemütlich einen Kaffee mit Blick auf den Fluss.

Über Stock und Stein

Da Oscar lediglich vormittags arbeitete, nutzten wir Tag zwei in Eldorado für eine gemeinsame Radtour durch die Region. Mit Oscar hatten wir den perfekten Guide an der Hand, welcher uns über winzige Gravel Wege und durch hübsche Wälder zu einem sehr liebsten Ausflugsorte, einem Fluss, führte.

Nachdem wir eine Weile an dem hübschen Flüsschen verbracht und eine große Ladung neuer Mückenstiche eingesammelt hatten ging es zurück. Natürlich wieder über Stock und Stein.

Eine unangenehme Überraschung

An diesem Abend erwartete mich eine unerwartete unangenehme Überraschung. Aus heiterem Himmel schwollen meine Knöchel innerhalb von kürzester Zeit an – und das leider nicht nur ein bisschen. Nach wenigen Stunden waren beide Knöchel so dick geschwollen, dass ich Probleme hatte mich überhaupt noch gehend fortzubewegen. Schmerzen hatte ich zwar keine, aber unpraktisch war dies allemal, da wir am nächsten Morgen weiter Reisen wollten. Der Grund für die plötzliche Schwellung war mir ein Rätsel (Überbelastung? Hitze? Reaktionen auf zu viele Insektenstiche?).

Mein neu gewonnenes Problem hatte sich leider auch nach mehreren ordentlichen Ladungen abschwellend wirkender Salbe sowie einer Nacht mit hochgelegten Füßen nicht erledigt. Da ich mich am nächsten Morgen kaum noch vom Bett via Badezimmer zum Frühstückstisch bewegen konnte, war an Fahrradfahren plötzlich nicht mehr zu denken. Und so wie meine Elefantenfüße aussahen galt dies definitiv für wesentlich mehr als einen Tag. So musste dringend ein Plan B her.

Zwangspause!

Dieser war schnell gefunden: Da wir in Puerto Iguazú, dank unseres Couchsurfing Hosts Walter in Jardín América, bereits eine Schlafmöglichkeit hatten und auf der anderen Seite der Grenze in Foz do Iguaçu ohnehin eine Weile bei Freunden von mir verbringen wollten, beschlossen wir, dass wir irgendwie nach Iguazu kommen. Dort könnte ich meine Elefantenknöchel dann etwa länger schonen und gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen.

Da ich nicht wirklich weit humpeln konnte schlossen wir die Optionen zum Busbahnhof als auch per Anhalter fahren aus. Beides war mit zu viel Bewegung, gehen bzw. stehen verbunden. Oscar erklärte sich liebenswerterweise sofort bereit einige Telefonate für uns zu führen und sich bei den lokalen Taxiunternehmen für uns nach Preisen zu erkundigen. Die Preise für die ca. 100km lange Strecke variierten stark. Das günstigste Angebot für uns und unsere Räder lag letztlich bei 57€. Der Preis erschien uns fair und so stiegen wir am Mittag ins Taxi statt aufs Rad.

Angekommen in Puerto Iguazú wurden wir von Walters Tante Irma sowie ihrer Tochter Claribel mit frisch gepflückten Cherimoyas begrüßt. Wir verbrachten zwei Tage bei den beiden, während welchen sich meine Knöchel zum Glück dank viel Schonung wieder beruhigten.

Zwischendurch steckte Irma uns zwei Mal in ein Taxi. Einmal, um das aus gigantischen Baumstämmen gebaute Haus „La Aripuca” zu besuchen, an welchem ihr Ex-Mann mitgebaut hatte. Ein zweiter kurzer Ausflug führte uns zu ihrem liebsten Shawarma- und Falafel-Dealer in der Stadt.

 

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Comments 2

  1. Sven
    Reply

    Gute Besserung Sarah!

    31 Oktober, 2019
    • Olli
      Reply

      Hey Sven. Ist alles bereits wieder gut. Liebe Grüße Sarah und Olli

      3 November, 2019

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